Der Feldgarten

Vielfaltsgärtnerei
Solidarische Landwirtschaft
Selbsternte

Herzlich willkommen im Feldgarten!

Mit unserem, in Deutschland einzigartigen, Konzept machen wir Gemüsebau zum Erlebnis! Diese Webseite gibt Euch grundlegende Informationen und aktuelle Eindrücke zum Projekt.
Viel Spaß beim Durchschauen!


Vielfaltsgärtnerei

Von Artischocke bis Zwiebel: Die komplette Bandbreite an Gemüse, diverse Kräuter, Blumen, Erdbeeren und vieles mehr bauen wir erntefrisch für Euch an.
Durch Mischkulturen, eng gestaffelte Fruchtwechsel und abgestimmte Fruchtfolgen (‚Market Garden‘) gewährleisten wir eine abwechslungsreiche und hochwertige Gemüseversorgung über das ganze Jahr.

Tomate kann rot und rund, sie kann aber noch viel mehr! Alle Farben und Formen sind möglich. Es gibt bei allen Gemüsearten so viele Variationen, die uns im Laden nie begegnen würden, die aber begeistern, weil sie beeindruckend aussehen, beeindruckend schmecken oder einfach anders sind als das, was man kennt.

Über die Gestaltung von Lebensräumen und Kleinbiotopen wird eine Vielfalt an Insekten, Vögeln und Kleintieren hier ihr Zuhause finden.

Selbsternte

In Deutschland ungewohnt, in Belgien und den Niederlanden in vielen SoLawis etabliert: Selbstbedienung auf dem Acker!
Wir leisten alle gärtnerischen Arbeiten bis zur reifen Tomate und zum fertigen Salat und Ihr stellt Euch, über das Selbsterntekonzept, Euren Ernteanteil individuell und nach eigenen Vorlieben zusammen.
Dafür kommt Ihr zu der Euch passenden Zeit auf den Acker, denn der Feldgarten ist immer offen: 7 Tage die Woche, rund um die Uhr.
Wir wollen alles Gärtnerglück mit Euch teilen: Das Beobachten vom Wachsen und Gedeihen, Begegnungen, Düfte, Blütenpracht, den Wind um die Ohren und natürlich auch das Schönste am Gärtnern: das Ernten.

Bildquelle: Bingenheimer Saatgut AG

Qualität

Wir kultivieren ausschließlich nachbaufähige Sorten, die überwiegend aus biologisch-dynamischer Züchtung stammen, weil uns diese in Vitalität und Geschmack überzeugen.

Verwendete Düngemittel stammen aus ethisch und ökologisch vertretbarer Herkunft.

Zur Steigerung von Vitalkräften in Boden und Pflanze finden verschiedene biologisch-dynamische Präparate Verwendung (nach M. Thun, R.Steiner und H. Erbe).

Unser Pflanzenschutz erfolgt gezielt und nur bei hohem Aufkommen von Schaderregern. Dabei kommen Nützlinge oder Seifenlauge zum Einsatz – mehr nicht!

Durch eine synergetische Kulturführung und minimale Bodenbearbeitung wollen wir für ein nachhaltig gesundes und harmonisches Bodenleben sorgen. Dieses ist Grundlage für ein ausgewogenes und gesundes Pflanzenwachstum.

Unsere Motivation

Wir möchten einen Beitrag zur Versorgung Bingenheims und der umliegenden Ortschaften leisten:
regional, ressourcenschonend und unverpackt!

Uns liegt ein gesunder und lebendiger Boden am Herzen.

Unsere größte Motivation ist die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln an einem Ort, der für die Menschen erfahrbar ist.
Ein Ort an dem man sich gerne begegnet, gärtnert, erntet, oder einfach das Treiben beobachten und seine Seele baumeln lassen kann.

„Der Feldgarten“ ist ein ökologisches, ökonomisches und soziales Projekt. An den Erfahrungen, die wir in diesem Zusammenhang sammeln, wollen wir alle interessierten Menschen und Institutionen teilhaben lassen.

Solidarische Landwirtschaft

Um unsere Gärtnerei in der dargestellten Form zu ermöglichen, brauchen wir ein anderes Wirtschaftskonzept.
Wir suchen Menschen, die sich direkt mit der Landwirtschaft verbinden, um gemeinsam eine lebenswerte Umwelt zu gestalten.
In einer solidarischen Landwirtschaft wird nicht das einzelne Produkt bezahlt, sondern eine regionale, nachhaltige Landwirtschaft finanziert.
Durch Mitgliedsbeiträge werden alle Kosten des Feldgartens über ein Jahr gedeckt.

Durch dieses Modell können wir unseren Garten werteorientiert und lebendig gestalten.
Weder Starkwetterereignisse noch die schwer nachvollziehbare Preisgestaltung am Markt beeinträchtigen unsere Wirtschaftlichkeit und damit die Verwirklichung unserer Ziele.

Wir wollen Lebensmittelverschwendung vermeiden. Deswegen finden bei uns auch die krumme Gurke und die beinige Möhre, die nicht der Handelsnorm entsprechen, ihren Weg in Eure Küche.

Alles was im Feldgarten wächst, steht unserer tragenden Verbrauchergemeinschaft zur Verfügung.

Chronik der bisherigen Betriebsentwicklung

Am 1. Mai 2021 ging der Feldgarten an den Start. Der Weg bis jetzt ist in den folgenden Bildern festgehalten.
August 2020: Übernahme einer 15000 m² großen Ackerfläche in Bingenheim.
Wir wollen nicht nur eine Produktionsstätte sein, sondern eine richtige Gärtnerei! Einjährige Blumen, Bienenweiden, Nützlingsmischungen, Stauden und Hecken: es gibt viele Möglichkeiten, dem Anbau von Gemüse einen bunten, lebendigen und ästhetischen Rahmen zu geben. Im Laufe der Zeit wollen wir immer mehr dieser Elemente integrieren, um diesen Ort zu einem wohltuenden Flecken Erde zu machen, in dem ganz viel Leben zu Hause ist.
Anteil der geplanten Kulturfläche 5000 m². Im September 2020 wurden, als erste Kultur, die Erdbeeren gepflanzt.
Kompostaktion an den letzten trockenen Tagen. Vielen Dank an alle helfenden Hände!
Oktober 2020: Die Dauerbeete sind angelegt.
So sieht das Ganze von oben aus.
Wir verzichten bewusst auf eine Zertifizierung durch einen der Anbauverbände für ökologischen Landbau. Diese ist für unsere Betriebsform nicht notwendig, denn durch den direkten Kontakt zu den Mitgliedern entsteht die größtmögliche Transparenz. Zeit und Kosten, die wir nicht für die Zertifizierung aufbringen müssen, investieren wir in mehr Qualität.
Die ersten Aussaaten im Februar 2021 für die ersten Pflanzungen im März.
Ende April: Die Radieschen brauchen nicht mehr so lange, die Möhren zeigen sich von ihrer schönsten Seite.
Der Feldgarten Mitte Mai 2021 aus der Sicht des Rotmilans der hier immer seine Kreise zieht.
Der Blick von oben auf den Feldgarten Ende Juni.